Italienische malerei

Reflexion über die Passion Christi, Vittore Carpaccio

  • Autor: Vittore Carpaccio
  • Museum: Metropolitan Museum
  • Jahr: Bis zu 1510
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Bildbeschreibung:

Reflexion über die Passion Christi - Vittore Carpaccio. Bis 1510. Holz, Öl, Tempera. 70,5x86,7

In diesem Gemälde wandte sich Vittore Carpaccio (1460 / 1466-1525 / 1526) dem Thema der mystischen Erfahrung zu, das insbesondere die venezianischen Maler dieser Zeit betraf. Der Künstler stellte die Toten mit geschlagenen Händen, Füßen und einer Wunde in der Seite Christi dar, deren Leiden sich in den Heiligen Hieronymus und Hiob widerspiegeln. Jerome sitzt, in sich versunken, drückt seine Hand an seine Brust, Hiob denkt laut nach, stellt seine Beine auf die Beine und gestikuliert. In diesen Charakteren, ihren lebenden Haltungen, kann man die Fähigkeit von Carpaccio sehen, der vielfigurige Leinwände kreierte, die mit der Bewegung verschiedener Schauspieler gefüllt waren.
"Reflexion über die Passion Christi" Es trägt den Einfluss von Andrea Mantegna, der sich in trockener und klarer Schrift, der Fülle an Steinen und den nach außen kraftvollen inneren Charakteren ausdrückt. In dieser Arbeit ist jedoch der Einfluss des Venezianers Giovanni Bellini mit seiner Liebe zum kontemplativen Staat und der komplexen Symbolik der Gemälde spürbar. Und die Arbeit von Carpaccio ist voller Symbole. Der halb ruinierte Thron Christi, die steinigen Berge links, der trockene Baum, der Schädel und die Knochen erinnern an das vergebliche Leben auf Erden. Sie stehen einem fruchtbaren Tal und grünen Bäumen sowie einem über dem Thron aufragenden Vogel gegenüber - ein Symbol der Auferstehung. Von dem Marmorsockel, auf dem zwei Bücher liegen, von denen eines geöffnet ist, hängt ein Rosenkranz - ein Symbol des Gebets, das daran erinnert, wie man eine Person retten kann.

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